Sex and The Website
Wie wir aufhörten zu posten und anfingen, zu verkaufen
Lass mich raten: Du hast einen Linktree mit 47 Links. Ein Instagram-Highlight namens “✨ Über mich ✨”. Und eine Website, die aussieht wie ein Wix-Template von 2017. Deine Conversion-Rate? Unter 0,5%. Überrascht? Ich nicht. Hier ist, was wirklich verkauft (und nein, es ist nicht noch ein Carousel-Post).
Vivien Schößler
Marketing ohne Social Media
Wir posten. Wir performen. Wir tanzen für den Algorithmus wie Carrie für Mr. Big: Viel zu oft, viel zu verzweifelt, und am Ende fragt man sich: “War’s das jetzt wirklich wert?”
Tagsüber Instagram. Abends TikTok. Immer sichtbar, immer online, immer auf der Jagd nach der nächsten Mini-Chance auf Aufmerksamkeit.
Und trotzdem? Fühlt sich das Business an wie ein Hochglanz-Magazin mit leeren Seiten. Laut. Schön. Aber irgendwie… wirkungslos.
Du denkst: “Ich mache doch alles richtig… oder?”
Girl, it’s not you. Es ist deine Website. Oder noch schlimmer – und ich meine das wirklich in Liebe – es ist ein Linktree, der aussieht wie der Sale-Wühltisch bei Zara an einem Samstagnachmittag.
Deine (nicht vorhandene oder falsch aufgebaute) Website ist dein größtes Business-Problem
Schau mal, hier ist die Sache: Du rackerst dich ab. Du produzierst Content, der eigentlich einen Literaturpreis verdient hätte. Du bist präsent wie Samantha an einer Hotel-Bar. Du gibst Mehrwert bis zur Erschöpfung.
Und dann schickst du all diese Menschen auf deine Website…
…und dort passiert?
Richtig. Nichts.
Es ist, als würdest du auf einem Laufband sprinten, das nicht mal eingesteckt ist. Du strampelst dich ab, aber du kommst einfach nicht vorwärts.
Wenn deine Website nicht klar kommuniziert, nicht konvertiert und nicht verkauft, sabotiert sie still und heimlich all deine harte Arbeit.
Und wenn du beim Wort “Website” ein bisschen innerlich zusammenzuckst, weil du genau weißt, dass deine eher ein digitaler Friedhof als ein Ort, wo man gerne die Kreditkarte zückt… bleib hier. Lies weiter. Und atme durch.
Deine Website ist kein netter Bonus. Sie ist (wenn du's richtig machst) deine beste Verkäuferin.
Stell dir vor, du hättest eine Mitarbeiterin, die 24/7 für dich da ist. Die nie krank ist. Nie müde. Die jeden Besucher freundlich begrüßt, sofort erklärt, was du anbietest, und charmant, aber bestimmt zum nächsten Schritt einlädt.
Das ist – oder sollte – deine Website sein.
Wenn nicht? Dann ist sie wie Miranda vor ihrem Glow-Up: Brilliant, aber versteckt unter zu vielen Schichten und ohne klare Message. Oder diese eine Kollegin, die immer viel redet, aber nie was verkauft. Wir kennen sie alle.
Die 3 Dinge, die deine Website braucht, damit sie für dich verkauft (während du offline bist und dein Leben lebst)
1. Klarheit schlägt Kunst. Und zwar sofort.
Stell dir vor, dein Website-Besucher ist ein gelangweilter Typ in einer Bar. Der scannt in drei Sekunden, ob du sein Drink bist oder nicht. Wenn dein Header dann klingt wie ein Gedichtband von 1997 („Zeitlose Momente für die Seele“), hast du ihn verloren. Warum? Weil verkaufspsychologisch die ersten 0,05 Sekunden darüber entscheiden, ob unser Gehirn sagt: „Bleiben wir?“ oder „Next!“.
Wir Menschen sind faul, wenn’s ums Denken geht. Unser Gehirn liiiiebt schnelle Antworten. Was ist das hier? Für wen? Warum sollte ich weiterlesen?
So funktioniert’s:
„Onlinekurse für Selbstständige, die Business ohne Social Media aufbauen wollen.“
Zack, da ist sie: die Zielgruppe, das Angebot und ein klarer Nutzen.
So bitte nicht:
„Ich begleite dich auf deiner Reise zu mehr Sichtbarkeit und Erfüllung.“
Wohin reisen wir? Mit welchem Verkehrsmittel? Und was kostet das Ticket?
Wenn du willst, dass jemand bei dir bleibt, mach nicht auf mysteriös. Mach auf klar, sexy, direkt.
2. Ein klarer Weg, keine Schnitzeljagd!
Webseiten sind keine Abenteuerspiele. Deine Besucher wollen nicht Indiana Jones sein, sie wollen wissen: „Wo muss ich klicken, damit ich bekomme, was ich brauche?“ Und zwar jetzt.
Wenn dein Menü aussieht wie ein Tapas-Menü auf Spanisch ohne Übersetzung – zu viele Optionen, zu wenig Orientierung – klickt niemand auf „Jetzt buchen“. Stattdessen klicken sie oben rechts auf das X.
So läuft’s richtig:
Führe sie wie ein GPS zur Lösung: “Starte hier”, “Meine Angebote”, “Kostenlose Ressourcen”, “Kontakt”.
Denk wie eine Gastgeberin auf einer richtig guten Party: Du sagst ihnen genau, wo’s Drinks, Snacks und das Klo gibt. Niemand muss danach suchen. Niemand muss fragen.
So bitte nicht:
Links mit “Magie entdecken”, “Meine Welt” oder “Journey”.
Hallo? Das ist kein Poesiealbum aus der 6. Klasse, das ist ein Business. Wenn dein Website-Menü mehr Verwirrung stiftet als eine Nachricht von deinem Ex um 2 Uhr morgens, ist es Zeit aufzuräumen.
3. Zeig mir, dass du’s kannst
Wir leben in Zeiten von Photoshop, Fake Followern und Menschen, die mit ChatGPT flirten. Trust issues sind real. Sehr real.
Das heißt: Wer heute kauft, will Proof. Kein Drumherumgerede, kein “Ich liebe es, Menschen zu begleiten”, sondern Screenshots, Stimmen und echte Stories.
So überzeugst du:
Streue Testimonials strategisch ein – auf der Startseite, bei jedem Angebot, überall, wo eine Kaufentscheidung ansteht. Zeig Gesichter. Zitiere echte Sätze. Lass andere für dich sprechen.
So bitte nicht:
Ein einsamer Kundenname ohne Bild, ohne Kontext, ohne Emotion… Das ist wie eine Freundschaftsanfrage ohne Profilbild. Da sagen wir alle höflich: Nein, danke.
In einer Welt voller Blender sind echte Empfehlungen dein kleines Schwarzes. Zeitlos, stark, unwiderstehlich.
“Aber was, wenn ich gerade erst starte und noch keine Kunden habe?”
Don’t panic. Jeder fängt mal bei Null an. Sogar Carrie hatte vor ihrer Kolumne keinen einzigen Leser.
Nur weil du (noch) keine Testimonials hast, heißt das nicht, dass du keinen Social Proof liefern kannst.
Hier sind deine “Anfänger-Beweise” – small but mighty:
» Screenshots von Feedback zu deinem Freebie oder Content (“Wow, das war genau, was ich gebraucht hab!”)
» Mini-Case-Studies mit Freund:innen oder Beta-Kund:innen (yes, auch wenn du’s gratis gemacht hast – Ergebnisse sind Ergebnisse)
» Behind-the-Scenes deiner Methode (“So arbeite ich”)
» Deine eigene Transformation (Du bist dein erster Case. Zeig, wie du’s selbst gemeistert hast.)
Und ja: Auch du darfst am Anfang kreativ sein. Hauptsache, es wirkt nicht wie heiße Luft.
Menschen kaufen von Menschen, die wissen, wovon sie reden – nicht nur von denen, die schon 1000 Kund:innen hatten.
Wenn du noch keine “Beweise” hast, sei selbst der Beweis. Und erzähl deine Story so überzeugend, dass man dich trotzdem bucht.
Noch wichtiger: Du brauchst Kontrolle.
Wenn du für jede kleine Änderung jemanden beauftragen musst, besitzt du deine Website nicht wirklich. Dann bist du nicht Unternehmer:in, sondern Gefangene im “Kannst-du-das-mal-eben-ändern?”-Keller.
Du brauchst Tools, die dir die Macht zurückgeben: Selbst Seiten bauen. Texte anpassen. Schnell reagieren. Ideen umsetzen. Ohne Drama, ohne drei E-Mails und ein Zoom-Call.
Damit du nicht nur stolz auf deine Website bist, sondern sie nutzt. Aktiv. Für dein Business. Für dein Wachstum. Für deine Freiheit.
Deine Website sollte sich anfühlen wie dein Lieblingslippenstift. Der, der immer passt, dich sichtbar macht, und du allein entscheidest, wann du ihn trägst.
Und jetzt: Setz dem Ganzen die Krone auf
Du hast jetzt Klarheit. Struktur. Proof. Du weißt, worauf es ankommt.
Jetzt fehlt nur noch eins: Umsetzen.
Und weil ich weiß, dass genau dieser Schritt oft der schwierigste ist – zwischen “Ich sollte wirklich” und “Ich mach’s morgen” liegt ein ganzer Friedhof guter Vorsätze – habe ich etwas für dich:
Das Beyond Social Media Bundle ist mein Bestseller und dein pragmatischer Power-Start für ein Business, das nicht auf Likes angewiesen ist, sondern auf Substanz. Mit drin? Mein Website-Planer, der dir zeigt, wie jede Seite logisch, überzeugend und verkaufsstark wird.
Dein Business verdient mehr als hübsch. Es verdient funktioniert.
xo