BEYOND FEEDS No. 1
The Lawyer Who Let AI Do The Talking: Wie Anna Lena ihre Online-Kanzlei ohne Social Media aufgebaut hat
Oder: Was passiert, wenn die brillantesten Unternehmerinnen aufhören, um Aufmerksamkeit zu kämpfen.

BEYOND FEEDS · No. 1
Wer hat eigentlich gesagt, dass wir soziale Medien brauchen, um mit unserem Business Reichweite und Umsatz aufzubauen?
Beyond Feeds bringt Unternehmer:innen aus den spannendsten Ecken der Selbstständigkeit ins Spotlight. Menschen, die Instagram, TikTok und Co. den Rücken gekehrt haben und beweisen: Es geht. Und wie es geht. Leiser, als du denkst.
Let’s celebrate the ones who left the feed for good.
Ledersessel. Empfangstresen. Wartezimmer.
Falls du beim Wort Kanzlei genau dieses Bild im Kopf hast: I get it. Irgendwo zwischen Ledermappe, Wasserspender und einer Empfangsdame, die fragt, ob man einen Kaffee möchte, scheint bis heute die Vorstellung zu leben, dass genau so Seriosität aussieht.
Inzwischen ist allerdings noch etwas dazugekommen.
Ein Instagram-Account.
Schließlich muss man heute auch als Anwältin Content Creatorin werden und sichtbar sein. Ein Reel zwischen zwei Mandaten. Ein Blick hinter die Kulissen. Vielleicht ein „Day in my Life“. Und wenn es richtig gut läuft, erklärt man Datenschutz oder das Fernunterrichtsschutzgesetz in 30 Sekunden.
Heute nennt man das Personal Branding.
Ich frage mich manchmal, ob wir unterwegs vergessen haben, dass Menschen einen Anwalt nicht buchen, weil sie wissen möchten, was er zum Frühstück gegessen hat.
Für mein neues Format Beyond Feeds wollte ich Anna Lena interviewen und zu ihrer Erfahrung im Aufbau eines Online-Business ohne Social Media befragen. Stattdessen saß ich Stunden später vor meinem Bildschirm und stellte fest, dass ich gar nicht über Marketing nachgedacht hatte.
Sondern über Freiheit. Über Identität. Über den Preis, den wir zahlen, nur um irgendwo dazuzugehören. Und über eine Frage, die mich seitdem nicht mehr loslässt.
Wie viele brillante Menschen glauben eigentlich, dass sie ihr Business auf eine bestimmte Art aufbauen müssen, obwohl sie diese Art innerlich längst ablehnen… weil ihre Intuition (und ihr innerer Bullshit-Detektor) Alarm schlagen? Und wie oft wird von Müttern verlangt, ihre Grenzen zu überschreiten?
Darf ich vorstellen?
Anna Lena Stapelfeldt ist dreifache Mutter und Rechtsanwältin. Compliance für Online-Unternehmerinnen, Schwerpunkt KI und Datenschutz. Sie schreibt rechtssichere AGB und Datenschutzerklärungen, prüft Produkte auf das Fernunterrichtsschutzgesetz und sorgt dafür, dass der KI-Einsatz in Unternehmen nicht in einer Katastrophe endet.
Und sie tut das aus einem Grund, der weit über Geschäftsstrategie hinausgeht.
„Wir leben in einer Welt, in der unsere Persönlichkeitsrechte im KI-Zeitalter in Gefahr geraten. Und das möchte ich für meine Kinder in Zukunft nicht.“
Anna Lena führt ihre Kanzlei komplett online. Bundesweit, als One-Woman-Show und das ohne ein lokales Büro mit Ledermöbeln, einer Empfangsdame im Vorzimmer, geschweige denn einer Social-Media-Präsenz. (Was in ihrer Branche ungefähr so vorgesehen ist wie ein Barfußlauf im Gerichtssaal.)
Aber ich greife vor. Denn Anna Lenas Weg zu ihrem heutigen, außergewöhnlich brillanten Business, vollständig entgegen dem Mainstream, startete hier:
Zwischen Mutterschaft und Karriere als Anwältin
Ich habe Anna Lena einige Fragen zu ihrem Weg gestellt und es gibt einen Satz, der mich als Unternehmerin und Mutter sehr getroffen hat.
„Ich habe ja nicht Jura studiert, damit ich Vollzeitmama werde. Aber ich werde auch nicht Mutter, damit ich Vollzeitanwältin bin.“
Zwischen diesen beiden Sätzen liegt das ganze Dilemma einer Generation von Frauen. Drei Kinder auf der einen Seite, ein Kopf, der gefordert werden will, auf der anderen. Und die stille Weigerung, sich für eine Hälfte zu entscheiden.
Anna Lena hat nach ihrem Studium klassisch im Angestelltenverhältnis begonnen, mit dem Schwerpunkt Familienrecht.
Bis ihr erstes Kind kam. Mitten in Corona. Eine Zeit, die uns wohl alle sehr geprägt hat.
„Familienrecht und ich, wir werden keine Freunde mehr.“
Jede Trennung, jeder Sorgerechtsstreit wiegt anders, wenn man selbst Mutter ist.
Was danach kam, war zunächst kein Businessplan, sondern ein Herzenswunsch. Sie schrieb einen Roman. Nur bezahlt ein Roman bekanntlich keine Miete, und schon gar nicht die Freiheit, die man sich mit drei Kindern erträumt.
Also stellte sie sich, wie so viele in jenem Jahr, die pragmatische Frage nach dem verkäuflichen Können und landete beim Naheliegendsten: Sie brachte Jura-Studierenden bei, ihre Examensphase zu überstehen. Denn im Gegensatz zu den anderen hat sie ihr Jurastudium entspannt gemeistert.
Und guess what? Es funktionierte. Nur fühlte es sich nicht nach dem an, was es hätte sein können. Bis ihr auf einem Netzwerktreffen jemand eine Frage stellte, die ihr Wendepunkt sein sollte: „Sag mal, warum machst du eigentlich nicht unsere Rechtstexte?“
„Es fiel mir wie Schuppen von den Augen.“
Was in diesem Moment fiel, war nicht bloß eine gute Geschäftsidee. Es war eine Überzeugung, die Anna Lena so lange mit sich getragen hatte, dass sie sie für einen Teil der Wirklichkeit hielt: dass eine Kanzlei ein Büro braucht. Ledersessel. Eine Empfangsdame. Ein Wartezimmer mit alten Zeitschriften und dem Geruch nach Seriosität.
Es hatte ihr nie jemand gesagt. Es stand nirgends geschrieben. Es gehörte einfach zu den Dingen, die alle zu wissen scheinen, und die gerade deshalb niemand mehr überprüft.
Sie überprüfte sie. Und sie ließ sie fallen wie einen Mantel, den man im Frühling nicht mehr braucht. Sie gründete ihre Kanzlei bundesweit, komplett online, ganz allein.
What a woman!
Brillante Business-Idee? Check. Und was jetzt?
Kaum stand die Kanzlei, wartete schon die nächste Frage. Wie vermarktet man ein Online-Business?
Und hier wird es interessant, denn Anna Lena ist niemand, der Dinge ungeprüft glaubt. Sie ist Juristin. Ihr ganzer Beruf besteht darin, Behauptungen auseinanderzunehmen. Aber diese eine Behauptung kam nicht als Behauptung daher. Sie kam als Konsens. Aus jedem Podcast, jedem Gespräch, jedem gut gemeinten Rat hörte sie immer dieselbe Laier: Instagram. Reels. Storys. Sichtbarkeit, täglich. „That’s the way to go.“
Wenn eine ganze Branche geschlossen dasselbe sagt, klingt es irgendwann nicht mehr wie eine Meinung, sondern wie Physik. Und gegen Physik argumentiert selbst die beste Juristin nicht.
Also tat sie, was in diesem Moment jede vernünftige Unternehmerin getan hätte. Sie folgte dem, was angeblich alle erfolgreichen Marketer wussten. Nur verrät ein Detail, dass ein Teil von ihr von Anfang an Bescheid wusste.
„Es hat mir eigentlich nie Spaß gemacht. Wirklich nie. Aber ich habe es halt gemacht.“
Hör auf dieses „eigentlich nie“. Das ist die Stimme von jemandem, dessen Instinkt von der ersten Minute an Alarm schlug, und der gegen diesen Instinkt anhandelte, weil die ganze Welt behauptete, er läge falsch. Der Fehler war nie ihrer. Er lag in einer Regel, die selbst die Klügsten schlucken, gerade weil niemand sie je in Frage stellt.
Zwischen Marketing und Mandaten
Was folgte, war kein Herumstümpern, sondern das Gegenteil. Sie zog es professionell durch. Einen Blog. Acht YouTube-Videos. Einen Podcast über fünf Folgen. Einen TikTok-Account, der ansprang und schnell Follower sammelte.
Nur zahlte keiner dieser Kanäle das ein, was er kostete. TikTok brachte Reichweite und null Verkäufe. Instagram lief gerade oft genug halb, um sie zu halten, ein Post hier, ein bisschen Umsatz da, gerade genug, um nicht loszulassen.
Und jetzt kommt der Punkt, der Anna Lena von den meisten unterscheidet, die dasselbe durchmachen. Die meisten spüren nur ein diffuses Unbehagen. Sie wusste exakt, was nicht stimmte.
Denn sie ist Datenschutzanwältin. Was auf diesen Plattformen mit den Daten ihrer Kundinnen passiert, ist nicht ihr Bauchgefühl, sondern ihr Fachgebiet. Sie nennt es beim Namen, „eine Datenschutz-Katastrophe“, und setzt den Satz hinterher, an dem man ihre Zerrissenheit hört: „Und es scheint niemanden zu stören.“
Das ist die eigentliche Tragik dieser Phase. Ausgerechnet die Frau, die genau weiß, was hier schiefläuft, die für das Gegenteil steht, für wenig Drittlandsdatenverkehr, für einen sauberen EU-Tech-Stack, für das gute Beispiel, war gezwungen, gegen ihre eigene Überzeugung anzutreten, nur um überhaupt gefunden zu werden.
Anna Lena bezeichnete ihre Beziehung zu Instagram als „wie eine schlechte Sucht“. Nicht gut genug, um glücklich zu machen. Nicht schlecht genug, um zu gehen.
„Das kann doch nicht sein. Ich bin doch schlau. Warum kriege ich das nicht gebacken?“
Guess what? Sie hat trotzdem nicht aufgegeben. Auf die Frage, wie sie weitergemacht hat, antwortet sie mit einer Mischung aus Trotz und Klarheit, die ich sehr an ihr mag:
„Ich halte es praktisch für ausgeschlossen, dass es nicht geht. Vielleicht habe ich einen kleinen Größenwahnkomplex. Möglich.“
Sie kannte den Preis dieser Plattform besser als alle anderen. Und genau deshalb wusste sie, dass sie irgendwann aussteigen würde.
„Ich mache das nicht für Likes auf Instagram. Ich mache es, weil ich mir mein Leben so bauen will, wie ich es haben will. Also muss es den Weg geben.“
Das Tragetuch und verdammt schlechte Ratschläge
Wie lange man seine Zeit solchen Plattformen widmet, hängt selten von einer Zahl ab. Manchmal reicht ein einziger Satz, den man irgendwann nicht mehr hinnimmt. Bei Anna Lena kam dieser Satz während ihrer dritten Schwangerschaft.
„Ich habe wirklich viel zu oft gedacht: Wie soll ich jemals wieder ein Selfie machen, wenn ich ständig ein Baby in der Trage habe?“
Selbstverständlich bekam sie für dieses „Problem“ viele gute Ratschläge. Von mehreren Menschen. Unabhängig voneinander.
Leg doch einfach ein Tuch über das Gesicht deines Babys.
Damit die Story funktioniert. Damit niemand das Kind erkennt. Damit der Content weiterläuft.
Ich weiß noch genau, wie ich an dieser Stelle im Interview innehielt. Und ganz ehrlich? Ich dachte in diesem Moment nicht mehr an Marketing. Ich dachte daran, wie selbstverständlich unsere Branche inzwischen Dinge hinnimmt, die außerhalb ihrer eigenen Blase schlicht wahnsinnig klingen. Ein Tuch. Über dem Gesicht eines Neugeborenen. Für einen Feed.
„Ich hab’s gelassen. Ich bin meinem Ich von vor einem Jahr heute so dankbar, dass ich diese Grenze nicht überschritten habe.“
Integrität und Grenzen. Lieben wir.
Von diesem Tuch an gab es kein Zurück mehr. Es gab nur noch die Frage, ob es überhaupt eine andere Lösung gab. Anna Lena begann zu suchen. Und irgendwann, mitten in dieser Suche, stieß sie auf eine meiner Anzeigen auf Pinterest.
Herzlich Willkommen im Post-Social-Zeitalter
Eigentlich wollte sie nur lernen, wie Pinterest funktioniert. Sie war in dem Modus, den wir gerne Lean Forward nennen: Nicht mehr passiv berieselt, sondern aktiv auf der Suche.
Sie war im Urlaub. Sie kaufte das Beyond Social Media Bundle spontan vom Handy aus. Und konnte sich anschließend nicht einloggen, weil ihr das Passwort fehlte.
Alles, was ihr blieb, war die E-Mail-Serie, die Teil des Bundles ist.
„Ich habe mich total gefreut, als die erste Mail kam.“ Dann kam die zweite. Die dritte. Die vierte. Und irgendwann, sie glaubt an Tag fünf oder sechs, dachte sie nur noch: „Boah. Krass.“
Noch bevor die Serie zu Ende war, kaufte sie mein Flagship-Programm Nachhaltig Erfolgreich. Später kam The Domino Method dazu. Strategy Papers. „Ich glaube, ich habe alle gekauft“, schrieb sie.
Aber von allem, was sie durchgearbeitet hat, blieb ausgerechnet ein Strategy Paper besonders hängen: Category of One.
„Ja, dann bin ich halt die einzige Anwältin, die das jetzt so macht für Online-Coaches. So what? Das ist meine Category of One.“
Marketing ohne Social Media: Die ersten Ergebnisse
Nach diesem mentalen Shift und der Anpassung ihrer Marketingstrategie dauerte es nicht lange, bis sie erste Erfolgserlebnisse feiern durfte.
Sie rankte in Suchmaschinen mit einem Blogartikel für ein Keyword plötzlich auf Platz eins.
„Das war das erste Mal, dass ich dachte: Cool, das scheint zu funktionieren.“
Und dann saß einige Wochen später eine Frau, irgendwo in Deutschland am Laptop und entwirft gemeinsam mit Claude ihre Online-Produkte.
Sie tippt eine letzte Frage ein.
Wer kann mir jetzt helfen, das rechtlich sauber aufzusetzen?
Und die Maschine antwortet mit einem Namen.
Anna Lena Stapelfeldt.
Kein Werbebudget im Spiel. Kein heimliches Reel. Keine DM, kein Funnel, keine Story mit „Kommentiere X für den Link“.
Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: Eine Maschine hat die halbe Welt nach der besten Antwort durchsucht und ist bei einer dreifachen Mutter aus Deutschland gelandet, die maximal zwanzig Stunden die Woche arbeitet.
Die Frau meldete sich. Es wurde ein Mandat. Es wurde ein Vertrag.
Anna Lena sagt dazu: „Und ich war maximal stolz auf mich.“
Während der Rest der Branche noch darüber streitet, welche Reel-Länge der Algorithmus dieses Jahr bevorzugt, baut eine dreifache Mutter aus Deutschland ganz still eine Kanzlei, die von KIs empfohlen wird. Als Anwältin für KI.
Und ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber ich finde, das ist die genialste Marketing-Nachricht des Jahres.
Nichts davon war Zufall. Natürlich hat AI Anna Lena empfohlen. Wo Menschen für Lösungen ihrer Probleme suchen, ist eine Frage deiner Nische. Dass sie suchen, ist eine Konstante. Genau so sollte Marketing eigentlich funktionieren. Die Frage ist: Hast du dich und deine Produkte als Lösung positioniert, wenn jemand danach sucht?
Mehr Augenpaare, mehr Umsatz?
Die gesamte Sichtbarkeits-Industrie ruht auf einer hartnäckigen Annahme, nämlich dass mehr Augen automatisch mehr Umsatz bedeuten. Anna Lena? Hat sie mit einem Blog widerlegt.
„Das tut jetzt weh: Ich habe weniger Traffic auf meiner Website und weniger Newsletter-Anmeldungen als vor einem Dreivierteljahr.“
Und dann, im selben Atemzug, kommt das Aber, das die gesamte Sichtbarkeitsreligion aus den Angeln hebt: „ABER: Zu mir kommen deutlich kaufbereitere Menschen, die sich problemlos beraten lassen wollen. Und meine Newsletter-Öffnungsraten liegen immer rund um die 60 Prozent.“
Sechzig Prozent Newsletter-Öffnungsrate? In den meisten Branchen wird ab zwanzig Prozent gejubelt.
Ihre Erklärung dafür ist simpel: Sie schreibt selbst. Und teilt keinen, ihre Worte, „KI-generierten Bockmist“.
Hier steht also eine Frau mit aktuell weniger Traffic. Weniger Anmeldungen. Weniger Sichtbarkeit. Weniger von allem, was uns beigebracht wurde, zu zählen. Und gleichzeitig mit kaufkräftigeren Kunden, die wissen, was sie wollen, besseren Zahlen und ruhigen Nerven.
„Reichweite geht auch anders. Und Reichweite ist nicht der einzige Hebel für Umsatz.“
Marketing ohne Social Media: Was hat sich wirklich verändert? Wie ist es ohne Instagram?
„Easy. Ich habe kein FOMO mehr.“ Anna Lena postet nicht mehr auf Instagram.
Strukturell ist sie noch immer eine One-Woman-Show. Nur hat sie inzwischen weniger zu tun, und genau das ist das Gute daran. Mehr Ruhe für ihre Hobbys. Vor allem aber mehr Ruhe für die eigentliche Arbeit.
„Dadurch, dass ich mich nicht mehr auf die neuesten Instagram-Trends konzentriere, sondern einfach dem nachgehe, was ich gut kann, nämlich beraten, habe ich eine viel größere Selbstzufriedenheit.“
Aber die Veränderung, die mich am meisten bewegt hat, hat mit Marketing überhaupt nichts zu tun.
„Ich betrachte mich deutlich weniger als austauschbar und Möchtegern-Unternehmerin, sondern habe meine eigene Expertise wieder zu schätzen gelernt.“
Ist Marketing ohne Social Media für jede Nische möglich?
Darauf hat Anna Lena eine Antwort, die keinen Ausweg lässt. Und sie kommt, natürlich, in Form einer Frage.
„Schau dir dein eigenes Nutzerverhalten an: Wie oft googelst du oder fragst du eine KI, bevor du etwas kaufst? Und machst du das nur für bestimmte Produkte, oder ist das mittlerweile ein völlig normales Vor-Kauf-Verhalten? Wenn ja, dann willkommen im Lean-Forward-Modus. Das funktioniert für jede Nische.“
Und für wen Marketing ohne Social Media nichts ist? Auch da bleibt sie ehrlich. „Für alle, die schnelle Dopamin-Kicks und super schnelle Erfolge sehen wollen.“
Auf ihrem Whiteboard, direkt hinter dem Bildschirm, steht in großen Buchstaben ihr Jahresmotto für 2026. LONGRUN.
Was Anna Lena ihrem Ich von vor einem Jahr sagen würde
Vor einem Jahr war sie gerade zum dritten Mal Mutter geworden, daher…
„Stress dich nicht mit deinem IG-Comeback. Die Mandantinnen kommen auch so zu dir, wenn du deinen Job gut machst. Und dafür ist deine kostbare Zeit besser geeignet als für schnelllebige IG-Storys.“
Ihr Rat an eine Kollegin, die gerade am Anfang steht? „Schreib einen Blog.“
Ich sitze immer noch hier und denke an das Tragetuch.
An eine kluge, gebildete Frau, dreifache Mutter, Anwältin, die zwischen Windeln und Datenschutzerklärungen ernsthaft überlegen musste, ob sie das Gesicht ihres Neugeborenen verdeckt. Damit der Content weiterläuft.
Wir reden so viel über Reichweite. Über Frequenz, über Sichtbarkeit, über den Preis, den man eben zahlen muss. Vielleicht sollten wir öfter fragen, wer diesen Preis eigentlich festgelegt hat. Und ob wir ihn wirklich zahlen wollen.
Danke, Anna Lena. Dafür, dass du eine Branche, die sich seit Jahrzehnten kaum bewegt hat, schlicht nicht um Erlaubnis gefragt hast. Und dafür, dass du deine Geschichte so offen erzählst, samt der schlechten Sucht, der blanken Nerven und diesem Tuch, das du nicht genommen hast. Du bist eine große Inspiration.
Spotlight: Kanzlei Stapelfeldt
Anna Lena berät Online-Unternehmerinnen präventiv: Datenschutz, KI, AGB, Verträge und die Produktprüfung nach dem FernUSG. Sie arbeitet auf Augenhöhe und mit dem seltenen Vorteil, dass sie den Online-Markt von innen kennt, weil sie selbst darin gearbeitet hat.
Ihr Angebot für dich
Legal Talk: 90 Minuten Rechtsberatung zu den Themen deiner Wahl – 250 € (netto)
Vorab gibt es immer ein kurzes Kennenlernen, um gemeinsam zu schauen, wie sie dir am besten helfen kann. Ob Datenschutz und KI, Marketing- und Launch-Begleitung oder Produktcheck: Alles, was du in deinem Business tust, hat eine rechtliche Komponente. Ihr Job ist es, dass diese Komponente einwandfrei ist.
Website: kanzlei-stapelfeldt.de
Magazin: kanzlei-stapelfeldt.de/magazin ·
Newsletter: legalsuccesshub-stapelfeldt.de/newsletteranmeldung
Pinterest: @ki_anwaeltin








