Was ich tun würde, wenn meine größte Feindin mich für ihr Marketing buchen würde

Jede einzelne Empfehlung branchenüblich, von tausenden Expertinnen bestätigt… und trotzdem hätte es ihr ein ganzes Jahr genommen. Let’s live into it.

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Frauen mit Business(-IDEE)UnternehmerinnenMÜTTERSelbstständigeFrauen mit Business(-IDEE)UnternehmerinnenMÜTTERSelbstständige

Ich würde sanft anfangen mit Instagram. 

Natürlich. Wo sonst.

Dreimal täglich in den Feed posten. Stories von morgens bis zur Gutenachtgeschichte. Sie soll präsent sein, sichtbar, omnipräsent, auch an den Tagen, an denen sie nichts zu sagen hat. Gerade an diesen Tagen. Der Algorithmus belohnt Ausdauer, sage ich ihr. Was ich meine: Der Algorithmus belohnt Gehorsam. Und ich brauche sie gehorsam.

Punkt 2? Ihr Content…

Hier werde ich großzügig. Sie soll alles geben, wofür kluge Menschen Geld verlangen. Jedes Framework, jede Methode, jeden Funken Erkenntnis, den sie sich in zehn Jahren erarbeitet hat. Gratis. Täglich. In Karussells mit sieben Folien, von denen die letzte “Speicher diesen Post” sagt. Bis ihre Zielgruppe so gründlich darauf trainiert ist, alles umsonst zu bekommen, dass ein Preisschild sich anfühlt wie eine persönliche Beleidigung. Die hat das doch letzte Woche gratis erklärt…

Ich nenne es Mehrwert liefern. Es klingt so smart, dass niemand merkt, dass ich gerade dafür sorge, dass sie nie wieder etwas verkaufen kann.

Drittens? Alle sechs Wochen ein Launch.

Ich liebe Launches für meine Feindin. Die leise Panik in der Woche davor… Die kurze, fast zärtliche Erleichterung danach. Die Stille dazwischen, in der sie sich fragt, ob sie überhaupt noch ein Business hat oder nur ein sehr anstrengendes Hobby.

Und bevor irgendetwas die Chance bekommt, sich von allein zu verkaufen, lasse ich sie alleslive testen. Einmal. Zweimal. Bis das bisschen Schwung, das sie sich aufgebaut hatte, wieder richtig schön verpufft ist und sie von vorne anfangen muss… wieder und wieder.

Viertens? Kennenlerngespräche, selbstverständlich.

Natürlich kostenlos. Vierzig Minuten ihrer Zeit, ihrer Erfahrung, ihres Denkens, verschenkt an Menschen, die “erst mal schauen wollen”. So lernt sie, ihre wertvollste Ressource gratis abzugeben und das Ganze liebevoll Nähe zu nennen. Ihre potenziellen Kundinnen lernen derweil, dass die halbe Lösung im unverbindlichen Zoom-Call zu haben ist. Warum sollten sie für die andere Hälfte bezahlen…

Und das Beste? Hebe ich mir für den Schluss auf.

Bevor meine Feindin auch nur daran denken darf, etwas zu verkaufen, schicke ich sie auf die Suche nach der Community. Einer warmen. Einer loyalen. Einer, die sie feiert und bewundert und unter jeden Post drei Flammen-Emojis setzt und schreibt “DU bist so eine Inspiration”. Eine Community, die alles für sie tut. Außer kaufen. Und ich sage ihr: Erst wenn die Community da und richtig heiß ist… Erst wenn der Zeitpunkt perfekt ist…. Erst wenn du dich bereit fühlst…

(Bereit fühlt sich niemand jemals)

Sollte sie nach einem Jahr zu mir kommen, müde, ratlos und mit einem Kontostand, der aussieht wie ein Vorwurf…

Dann habe ich meine Antwort natürlich längst vorbereitet.

Ich sehe ihr in die Augen und sage mit der ganzen Wärme einer Frau, die es doch nur gut meint: Du warst nicht konsequent genug. Nicht sichtbar genug. Nicht authentisch genug. Du hast ein Problem mit deiner Energy und deinem Money Mindset.

Und sie wird es glauben. Das ist der Teil, der mich nachts ruhig schlafen lässt. Sie wird sich selbst die Schuld geben, nicht dem System. Weil das System überall ist. In jedem Kurs, in jedem Reel, in jedem gut gemeinten Ratschlag, und etwas, das überall ist? Kann ja nicht falsch sein. Also muss sie es sein.

Ich hätte ihr exzellente Arbeit geliefert. Lehrbuchreif. Jede einzelne Empfehlung wasserdicht, branchenüblich und von tausend Expertinnen bestätigt.

Ich hätte ihr ein Jahr ihres Lebens genommen, ein paar tausend Euro für Tools und Kurse, und das letzte bisschen Vertrauen in ihren eigenen Verstand.

Und das Schönste daran? Sie hätte sich bei mir bedankt.

So, und jetzt der unangenehme Teil.

Ich habe diesen Plan nie gegen eine Feindin verwendet. Musste ich auch nie.

Weil die meisten Frauen, die ich kenne, ihn längst gegen sich selbst anwenden. Mit einer Hingabe, die ich fast bewundern würde, wäre sie nicht so teuer und folgenreich… Sie brauchen keinen Feind.

Du hast den Content-Kalender. Farbcodiert.

Du hast die Kennenlerngespräche im Kalender, kostenlos, “weil man ja erst mal eine Beziehung aufbaut”.

Du hast das Freebie mit dem hübschen Cover, das in vierhundert Download-Ordnern neben vierhundert anderen Freebies langsam verstaubt.

Du hast die Community, die dich liebt und nichts kauft.

Du hast die drei Kurse über Instagram-Wachstum, von denen du anderthalb angefangen hast.

Du hast die Launches, die Panik, die Stille danach.

Du hast dir das alles selbst empfohlen. Sehr überzeugend übrigens. Du wärst eine hervorragende Beraterin für deine eigene Feindin.

Niemand musste dich sabotieren.

Und bevor du jetzt fragst, was die Alternative ist, was man denn stattdessen tun soll, wie Frauen 2026 verkaufen, ohne sich selbst zu zerstören, ständig ihr Gesicht zu zeigen und ihre Privatsphäre zu opfern und veralteten Bro Marketing Strategien zu folgen…

Das verrate ich hier nicht.

Ich habe gerade dreitausend Wörter darauf verwendet zu erklären, warum das Verschenken der eigenen Expertise die effektivste Form der Selbstsabotage ist…

Es wäre ausgesprochen unelegant, würde ich jetzt im letzten Absatz alles gratis ausschütten wie eine Frau, die ihre eigene Pointe nicht verstanden hat. 👀

Aber… Ich sage dir, wo die andere Hälfte liegt.

Es gibt einen Weg, als Expertin gesucht und instantly bezahlt zu werden, statt gesehen und gespeichert. Leise statt laut. Souverän statt omnipräsent. Eine Art zu verkaufen, bei der nicht du der Community aka der scrollenden Meute hinterherläufst, sondern die richtigen Menschen zu dir kommen… mit der Kreditkarte schon in der Hand. 🍾

Diesen Weg habe ich in Silent Authority aufgeschrieben. Für Frauen, die sich nicht länger selbst beraten wollen wie ihre eigene Feindin…

Ích bin Strategin für nachhaltigen Businessaufbau, Expertin für Marketing ohne Social Media Abhängigkeit und meine Obsession ist es, Frauen zu zeigen, wie sie Business System aufbauen (ohne ihre Seele an Algorithmen zu verkaufen).